Systemwetten richtig rechnen: was der Rechner zeigt und wo das Schweizer Angebot aufhört
Datenstand: 29. Oktober 2026. Die Bewilligungen und die Spielregeln wurden gegen die veröffentlichten Bedingungen von Swisslos und der Loterie Romande abgeglichen, die Zulässigkeit von Wettarten gegen die Liste der Gespa.

Wer in der Schweiz nach einem Rechner für Systemwetten sucht, findet zuerst eine Zahl und dann eine Wand. Die Zahl ist schnell erklärt: Einsatz mal Quote. Die Wand besteht aus Regeln, Fristen und Limiten, die kein Rechner kennt und die am Ende darüber entscheiden, ob aus der errechneten Summe überhaupt Geld wird. Diese Seite dreht die gewohnte Reihenfolge um. Sie beginnt nicht beim Taschenrechner, sondern bei der Frage, was in diesem Land überhaupt angeboten werden darf, und arbeitet sich von dort zum Ergebnisbetrag vor.
Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalterinnen Sportwetten anbieten dürfen
Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz, und die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei festgesetzt. Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Diese Zahl ist keine Auswahl, die man vergleichen könnte, sie ist die geschlossene Liste. Wer sie zum ersten Mal liest, hält sie für unvollständig. Sie ist vollständig.

Swisslos ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das ist keine Marketinghülle, sondern die Rechtsform, in der das Angebot auftritt. Jouez Sport ist das Wettprodukt der Loterie Romande mit Kontaktadresse an der Avenue de Provence 14 in Lausanne. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Zwei Zahlen, die mehr über das Produkt verraten als jede Broschüre: Ein Teil des Spiels läuft noch immer über den Schalter, und dort gelten andere Wege als am Bildschirm.
Die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht bei der Eidgenössischen Spielbankenkommission, die nur die Casinos beaufsichtigt. Für die Bewilligung braucht es eine Veranstalterbewilligung und eine Bewilligung pro Spiel, und die Bewilligung gilt nur in der Schweiz. Wer online auf ein Portal ausweicht, das keine Schweizer Bewilligung hat, verlässt mit dem ersten Klick den Bereich, in dem diese Regeln für ihn greifen. Das wird im Abschnitt «Die Bewilligungslage im Überblick» noch konkret, weil es den Unterschied zwischen einem kontrollierten und einem unkontrollierten Zugang ausmacht.
Die Nettoerträge gehen gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu. Das ist der Grund, warum die Liste so kurz ist, und es ist auch der Grund, warum sie sich nicht so schnell ändern wird.
Wie sich die beiden Gebiete aufteilen und was das für das eigene Konto heisst
Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet. Jouez Sport ist das Produkt für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Die Grenze ist hart und wird beim Anmelden geprüft, nicht erst beim Auszahlen. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Eine bestehende Spielsperre schliesst die Anmeldung aus, und pro Person ist nur eine Registrierung erlaubt. Die Ausweisdaten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer in Zürich wohnt, kommt bei Jouez Sport nicht hinein, und wer in Genf wohnt, kommt bei Sporttip nicht hinein. Das ist für die Wohnbevölkerung entlang der Sprachgrenze ein alltägliches Ärgernis und für alle anderen eine Randnotiz. Für die Frage, welcher Rechner der richtige ist, ist es die erste Frage überhaupt: Wer nicht ins Konto kommt, braucht über dessen Limitensystem nicht nachzudenken.
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, unter 18 Jahren ist die Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Beides steht in den Teilnahmebedingungen, und beides ist keine Empfehlung, sondern eine Sperre.
Wie Wahl und Angebot zusammenhängen
Zwei Anbieter bedeuten zwei Produkte, und die sind tatsächlich verschieden. Das ist besser, als es die Zahl vermuten lässt, und es ist der Punkt, an dem sich ein Vergleich lohnt. Unterschiede in Einsatzlimiten, in der Rundung des Gewinnbetrags, in der Höhe der Gewinndeckel und in den Regeln für abgebrochene Ereignisse schlagen bei einer Systemwette härter durch als bei einer Einzelwette, weil dort mehrere Linien gleichzeitig von derselben Regel getroffen werden. Wer ein System spielt, spielt die Regeln der Veranstalterin gleich mehrfach mit.
Was auf der Gespa-Liste steht und was dort fehlt
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist geschlossen. Das Wort ist wörtlich zu nehmen. Was nicht darauf steht, darf nicht angeboten werden, und kein Rechner ändert daran etwas. Wer also nach exotischen Kombinationen sucht und sie bei einem Schweizer Veranstalter nicht findet, braucht keinen Rechenfehler zu suchen. Es ist die Liste.
Erlaubt sind nur sportliche Ereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind es nicht. Qualifikationsrunden fallen nur unter die Liste, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie aufgeführt sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podest entscheidet. Auf Trainingsläufe darf überhaupt nicht gewettet werden. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.
Livewetten sind möglich, vor dem Spiel und während des Spiels, soweit die Veranstalterin über die entsprechende Entscheidung verfügt. Eine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte gibt es nicht. Was fehlt, ist aufschlussreich: Es gibt auf der Liste keinen E-Sport-Abschnitt, und es gibt keine Ecken- oder Kartenmärkte. Wer eine Kombination aus Ecken- oder Kartenwetten plant, plant sie ausserhalb des Schweizer Angebots, ohne dass ihm das ein Rechner sagt.
Wer Sporttip oder Jouez Sport neben eine internationale Seite legt und sich über fehlende Rubriken wundert, hat hier die Antwort. Es ist keine Nachlässigkeit von Produktverantwortlichen, es ist die Liste, an die sie gebunden sind.
Wo ein Rechner hilft und wo seine Grenzen liegen
Ein Rechner tut genau zwei Dinge. Er multipliziert Einsatz und Quote, und er multipliziert bei einer Kombination die Einzelquoten zur Gesamtquote. Beides sind Rechenoperationen, keine Vorhersagen. Er kann nicht sagen, ob ein Ergebnis eintritt. Er kann die Quote eines Marktes nicht bewerten, die er nicht in ihre Bestandteile zerlegt.
Daraus folgt die Trennlinie, die jede Seite über Systemwetten ziehen sollte und die die meisten Marketingtexte verwischen: Der Rechner liefert den Betrag, wenn die Wette gewinnt. Er liefert nicht die Wahrscheinlichkeit, dass sie gewinnt. Und bei einer Systemwette ist selbst der Betrag im Voraus nicht eindeutig, weil er von der Zahl der Treffer abhängt. Wer eine Zahl im Fenster sieht, sieht eine von mehreren möglichen Zahlen.
Was der Rechner ausserdem nicht kennt, sind die Ränder des Angebots. Er weiss nicht, dass nur zwei Veranstalterinnen zugelassen sind, dass die Höchsteinsätze je Produkt verschieden sind, dass eine abgesagte Partie eine Voraussage auf Quote 1.00 setzt und dass ein Gewinn verfällt, wenn ihn niemand abholt. Die ganze Rechenleistung der Welt hilft nicht über eine Frist hinweg.
Systemwette, Kombiwette, Einzelwette: wo der Unterschied wirklich liegt
Eine Einzelwette hat eine Voraussage und eine Quote. Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen zu einem einzigen Geschäft, und alle müssen zutreffen, damit es gewinnt. Eine Systemwette nimmt mehrere Voraussagen und bildet daraus nicht eine Kombination, sondern mehrere Kombinationen gleichzeitig, sodass ein Teil der Voraussagen danebengehen darf, ohne dass alles verloren ist. Der Unterschied liegt also nicht in den Voraussagen, sondern in der Zahl der gleichzeitig gespielten Verbindungen.
Bei Jouez Sport umfasst eine Kombiwette 2 bis 10 Voraussagen. Diese Obergrenze liest sich wie eine Randnotiz und ist für die Aufteilung sehr konkret: Mit zehn Voraussagen ist der Spielraum ausgeschöpft, und mehr Linien entstehen nur aus der Kombinationsmathematik innerhalb dieser zehn. Zusätzlich gilt bei Jouez Sport, dass die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 betragen muss und 100’000 nicht übersteigen darf. Das ist eine Untergrenze, die eine absichtlich niedrig quotierte Wette ausschliesst.
Bei Sporttip liegt der Fall anders. Aufeinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden dort ausschliesslich über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist die eine Regel auf dieser Seite, bei der am Ende die Spielenden mit einem zurückerstatteten Einsatz dastehen und nicht die Veranstalterin mit dem Gewinn. Trotzdem sollte man sie kennen, bevor man Korrelationen bastelt: Zwei Voraussagen zu demselben Spiel sind keine kreative Kombination, sondern ein Fall für die Funktion.
Was ein System mit drei Voraussagen tatsächlich kostet
Ein bewusst einfaches Beispiel, weil an einer konkreten Linienzahl schneller sichtbar wird, wie die Aufteilung wirkt. Drei Voraussagen zu Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50, ein Einsatz von CHF 1 pro Linie. Drei Voraussagen ergeben in der üblichen Zweierkombination drei Linien, und damit einen Gesamteinsatz von CHF 3.
Treffen alle drei, zahlen alle drei Linien. Nach der Sporttip-Regel für den Gewinnbetrag, also Einsatz mal Gesamtquote, bringen die drei Linien rund CHF 3.00, CHF 3.75 und CHF 5.00 vor der Rundung, zusammen rund CHF 11.75. Das ist die Obergrenze in diesem Beispiel.
Der unangenehme Teil beginnt beim Teilgewinn. Treffen zwei der drei Voraussagen, zahlt genau eine dieser drei Linien, und der Ertrag liegt zwischen rund CHF 3.00 und rund CHF 5.00, je nachdem welche Kombination erwischt wurde. Bei einem Gesamteinsatz von CHF 3 heisst das: einmal null heraus, einmal der Einsatz zurück, einmal etwa plus CHF 2.00. Die Bandbreite zwischen «rechnet sich» und «rechnet sich nicht» ist bei drei Voraussagen also denkbar schmal. Treffen weniger als zwei Voraussagen, ist keine Linie mehr im Spiel und der Einsatz verloren.
Damit diese Bandbreite gilt, muss man annehmen, dass ausschliesslich die drei Zweierkombinationen gespielt werden und kein Einsatz auf Einzelwetten entfällt. Wer dieses Band neben eine Kombiwette derselben drei Voraussagen legt, sieht die Abwägung sofort: Die Kombi zahlt mehr, wenn alles trifft, und gar nichts, wenn eine einzige Voraussage daneben liegt. Das System verkauft die Sicherheit, bei einem Treffer noch etwas zurückzubekommen, gegen eine niedrigere Obergrenze im Volltrefferfall. Ein Rechner zeigt beide Zahlen, aber er zeigt die Wahl nicht.
Wie die Gesamtquote aus Einzelquoten entsteht
Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt ihrer Einzelquoten. Aus 1.50, 2.00 und 2.50 werden für die drei möglichen Zweierkombinationen 3.00, 3.75 und 5.00. Jede Linie hat ihre eigene Gesamtquote, und die Aufteilung entscheidet darüber, welche dieser Zahlen auf welchem Anteil des Einsatzes liegt. Deshalb führt dieselbe Auswahl an Voraussagen je nach Linienaufteilung zu sehr verschiedenen Obergrenzen.
Was in jeder dieser Quoten schon steckt, ist die Marge. Der Quotenschlüssel eines Marktes beschreibt den Anteil aller Einsätze, den dieser eine Markt zurückzahlt, und die Marge ist 100 % minus diesem Anteil. Wer drei Voraussagen multipliziert, multipliziert die Margen dreifach. Das ist der Teil des Preises, der in keinem Fenster eines Rechners steht, weil er in der Quote verschwunden ist und nicht daneben.
Ein Quotenvergleich über zwei Märkte hinweg sagt deshalb mehr über einen Anbieter aus als die Frage nach der Zahl der Linien. Beides ist Rechenleistung, aber nur eines ist ein Preis.
Rundung: erst zwei Nachkommastellen, dann 5 Rappen
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Was im ersten Schritt nach oben geht, kommt im zweiten wieder herunter.
Bei kleinen Einsätzen ist der Effekt am grössten. Ein Rundungsbetrag, der bei einem Einsatz von CHF 500 nicht auffällt, fällt bei einem System mit vielen Linien zu je CHF 1 sehr wohl auf, weil der Betrag pro Linie nicht kontinuierlich steigt, sondern in Fünf-Rappen-Sprüngen. Diese Schraube ist keine Schweizer Eigenheit im engeren Sinn, aber die Kombination aus Aufrunden und Abrunden macht sie schwer nachzuvollziehen. Wer in einem Rechner eine Zahl auf zwei Rappen genau sieht und später fünf Rappen weniger bekommt, hat keinen Fehler gemacht.
Marge: der Preis, der in jeder Quote steckt
Die Marge ist der Preis, den der Markt für die Vermittlung nimmt. Sie ist bei jedem Anbieter vorhanden, der Unterschied liegt in ihrer Höhe. Bei einer Systemwette potenziert sich der Effekt gleich doppelt: Jede Linie trägt die Margen ihrer eigenen Voraussagen, und die Linien addieren sich zu einer Summe, die grösser ist als der Einsatz.
Wer das einmal verinnerlicht hat, versteht, warum ein System mit vielen Linien und kleinen Einsätzen selten der günstige Weg ist. Die Marge wird nicht kleiner, wenn der Einsatz kleiner wird. Sie wird nur weniger sichtbar. Und in Filialen in der Westschweiz, wo der Wettschein mit einem Einsatz ab CHF 3 an der Kasse beginnt, ist der Anteil der Marge am gesamten Spielkapital merklich höher als bei einem grossen Einzelschein.
Was Boosts und Boni in der Schweiz wert sind
Sporttip bietet einen Kombiboost, der nur online gilt, für Prematch, Live und Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, wobei Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert sind. Fünfzehn Voraussagen zu je mindestens 1.50 in einer einzigen Kombination: Das ist keine Wette, das ist eine Aufgabe. Die 100 % sind keine Grosszügigkeit, sondern eine Prämie für ein Produkt, bei dem eine einzige Voraussage das gesamte Geschäft erledigt, bevor der Bonus überhaupt greift.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online und nur für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das ist die eine Kopplung, die man vorher kennen muss, und kein Rechner weist darauf hin: Wer die Wette vorzeitig glattstellt, verliert die Erhöhung mit.
Gratisspielguthaben und Gratisleistungen brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Im Jahr 2025 gab es 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Zwei Zahlen, die den Rahmen sehr eng ziehen und erklären, warum ein wild blühender Bonusmarkt innerhalb der Schweizer Bewilligung nicht existiert. Beträge und Bedingungen stammen aus den Bedingungen der jeweiligen Veranstalterin. Beim Swisslos-Wallet ist Gratisspielguthaben aus Promotionen nicht auszahlbar. Eine Gratiswette ist also ein Guthaben mit eingebauter Sperre, und wer in einem Rechner den ganzen Kontostand als einsetzbar einträgt, rechnet mit Zahlen, die nicht in dieser Form ausgezahlt werden können.
Die Werbung ist dabei enger gezügelt als in vielen anderen Märkten. Sie darf nicht aufdringlich und nicht irreführend sein, nicht an Minderjährige und nicht an gesperrte Personen gerichtet. Für das Bewerben von Glücksspielen, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, gibt es eine eigene Strafnorm mit einem Bussgeldrahmen. Beides zusammen erklärt, warum diese Seite beschreibt und bewertet, aber niemanden zum Spielen auffordert.
Wie hoch der Einsatz bei den beiden Veranstalterinnen gehen darf
Der Vergleich, der für Systemspielende am direktesten zählt, betrifft die Spanne zwischen dem kleinsten und dem grössten erlaubten Einsatz. Ein System entsteht aus Linien, und jede Linie verlangt den Mindesteinsatz.
| Veranstalterin | Sporttip | Jouez Sport |
|---|---|---|
| Schweizer Bewilligung | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung für ein Grossspiel |
| Mindesteinsatz Einzel- oder Kombiwette | CHF 1 | online CHF 2 |
| Höchsteinsatz Einzel- oder Kombiwette | CHF 1’000 | CHF 500 |
| Höchsteinsatz Systemwette | CHF 10’000 | keine vergleichbare Angabe |
| Wettschein mit Multiples, Gesamteinsatz | keine vergleichbare Angabe | CHF 7’500 |
| Höchstgewinn Einzel- oder Kombiwette | keine Angabe in den Bedingungen | CHF 300’000 |
| Höchstgewinn aller Multiples zusammen | keine Angabe in den Bedingungen | CHF 1’000’000 |
Der erste Blick gilt der Spanne, der zweite dem, was nicht drinsteht. Jouez Sport setzt die Untergrenze doppelt so hoch an und die Obergrenze bei Einzel- und Kombiwetten halb so tief wie Sporttip. In der Verkaufsstelle liegt der Mindesteinsatz bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Wer mit kleinen Linien arbeiten will, merkt den Mindesteinsatz stärker als jede Aufteilung, denn es ist der Systemeinsatz und nicht die Linienzahl, an dem er hängen bleibt.
Die interessantere Lücke ist eine andere. Jouez Sport nennt Höchstgewinne, Sporttip nennt sie in den Wettregeln nicht. Wer bei Sporttip mit einem grossen Systemwettschein plant, plant also ohne eine Obergrenze, die in den Bedingungen steht. Für den Rechner ist das bequem, für einen vorsichtigen Spielenden unbefriedigend, und wer diese Lücke schliessen will, liest die aktuell gültige Fassung der Wettregeln, statt sich auf eine Tabelle in einem Ratgeber zu verlassen. Eine Angabe im Vergleich ist eine Momentaufnahme, die Wettregeln sind die Quelle.
Die Bedingungen selbst enthalten bei Swisslos einen Vorbehalt, der jede langfristige Planung betrifft: Die Limiten können jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Ein System, das heute passt, kann morgen an der Obergrenze scheitern. Die Zahl im Rechner steht fest, die Limite dahinter nicht.
Was über die Zahlungswege auf das Spielerkonto bekannt ist
Bei Sporttip ist PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Spielkontos verfügbar, und die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Spielguthaben auf dem Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Diese Deckelung kann mit einem grossen Systemwettschein kollidieren. Wer CHF 10’000 Einsatz plant, muss das Guthaben zuerst beschaffen, und der Weg dorthin ist begrenzt. Ein Rechner fragt nie, ob das Geld überhaupt ins Konto kommt.
Auf der Rückseite gilt dieselbe Logik. Spielguthaben zahlt Swisslos innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, und die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut, Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.
Der Weg des Geldes entscheidet also mit darüber, wann ein grosser Systemgewinn tatsächlich verfügbar ist. Das ist die nüchterne Fortsetzung der Zahl, die der Rechner gross in sein Fenster schreibt. Dazu eine Regel, die jede Zahlung betrifft: Guthaben und Gewinne gehen nur auf ein Zahlungskonto auf den Namen der kontobesitzenden Person. Anonyme Auszahlungen und solche in Kryptowährungen existieren im bewilligten Schweizer Wettangebot nicht, und Kredit an Spielende gibt es ebenfalls nicht.
Limiten, die man selbst setzt, und was sie mit dem Gesamteinsatz tun
Die Schweizer Regulierung legt keine feste Einzahlungsgrenze für alle fest. Die Limiten kommen von den Spielenden selbst. Wer eine Limite senkt, senkt sie sofort wirksam; wer sie erhöht, muss auf die Wirkung warten. Bei Swisslos und bei der Loterie Romande liegt diese Frist bei 72 Stunden, während das Statut 24 Stunden vorsieht. Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und unter 21 Jahren von CHF 1’000. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Die Verbindung zwischen Einsatzlimite und System ist rechnerisch unspektakulär und praktisch bedeutsam. Drei Linien zu CHF 1 kosten CHF 3, fünf Voraussagen in einer Zweierkombination kosten entsprechend mehr, und mit jeder Voraussage wächst der Gesamteinsatz schneller als die Zahl der Voraussagen. Wer seine 30-Tage-Verlustlimite auf CHF 200 setzt und an jedem Spieltag eine grosse Zehner-Kombination baut, wird nicht durch ein schlechtes Ergebnis gebremst, sondern durch die Aufteilung. Die Limite wirkt auf die Frequenz, nicht auf die Trefferquote. Das ist ein anderer Bremsmechanismus, als die meisten erwarten, und für manche der unangenehmere.
Zur Durchsetzung an den Verkaufsstellen gibt es eine Zahl, die man nicht schönreden kann: Bei Testkäufen der Gespa wurde an Verkaufspunkten in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Fast die Hälfte. Die Regel ist streng, die Durchsetzung am Schalter ist es nicht, und wer glaubt, ein Schalter mache das Geschäft sicherer, hat diese Zahl nicht gelesen.
Was eine Sperre bedeutet und wie lange sie hält
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, und die Sperre wird nicht vor Fristablauf aufgehoben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und ein Fachgremium ist daran beteiligt. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss das Angebot möglich machen.
Die Konstruktion ist schärfer, als man sie von internationalen Portalen kennt, und sie ist bewusst so gebaut. Was das für die Rechenfrage heisst, ist einfach: Ein Rechner kann mit jedem Verlust eine neue Kombination vorschlagen, aber er kann keine Zeit kaufen. Eine Pause, die tatsächlich durchgesetzt wird, ist die stärkere Massnahme als jede Aufteilungsrechnung, und wer sich die Kosten eines Systems vorrechnet, sollte die Kosten einer Sperre mitdenken. Ein Spielerkonto ist während dieser Zeit nicht ausgesetzt, sondern ausgeschlossen.
Wie Gewinne besteuert werden
Gewinne aus Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Ab dem 1.1.2026 liegt die bundesrechtliche Schwelle bei CHF 1’071’000. Oberhalb dieser Schwelle behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Für den typischen Systemwettschein ist das kein Thema: Der Gewinn liegt weit unter der Schwelle, es fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Eine Steuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Der interessante Fall kommt bei Gewinnen von ausländischen Anbietern. Sie sind nicht verrechnungssteuerpflichtig, aber die kantonale Praxis kann sie anders behandeln: Thurgau erfasst Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles steuerbares Einkommen, unabhängig von ihrem Betrag. Wer eine Systemwette über eine Marke ohne Schweizer Bewilligung laufen lässt und trifft, hat mit einem Erfolg gerechnet und nicht mit einem Steuerfall. Solche Fragen gehören zu einer Steuerberaterin oder zur kantonalen Steuerverwaltung, und die Antwort kann je nach Kanton anders ausfallen.
Was passiert, wenn eine Partie ausfällt oder in die Verlängerung geht
Ein Rechner arbeitet mit der Annahme, dass ein Spiel stattfindet. Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00. Das ist die unspektakulärste Regel dieser Seite und die, die einen Systemwettschein am stärksten verändert. Aus einer Zweierkombination wird faktisch eine Einzelwette, und der ganze Aufbau verschiebt sich, ohne dass die Spielenden etwas dagegen tun können. Bei einem Turnier kann der Nachholtermin in dessen Rahmen liegen, was den Spielraum für die Frist erweitert.
Ähnlich unauffällig ist die Regel zur regulären Spielzeit. Bei Sporttip umfasst sie die reguläre Spieldauer, beim Fussball also 90 Minuten, plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein Systemwettschein über Ausscheidungsspiele kann damit in genau dem Moment verloren gehen, in dem der Fernsehsucher den Sieg feiert. Der Rechner sieht das nicht, er kennt nur die Quote.
Cash-Out: was der vorzeitige Ausstieg kostet
Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live. Aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Ausstieg ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer eine Systemwette gebaut hat, kann also nicht eine einzelne Linie glattstellen und den Rest laufen lassen. Das ist die Grenze, die viele bei einem System nicht erwarten, und sie erklärt sich aus der Konstruktion: Ein System ist ein Paket, kein Tablett.
Der Betrag, den ein Cash-Out liefert, ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Ein Cash-Out-Angebot, das gut aussieht, ist meistens ein Zeichen dafür, dass die Wette schlecht steht. Das ist keine Tücke, sondern die Preisbildung eines Anbieters, der die Position bewertet und einen Abschlag nimmt. Wer für die Wette einen Boost genutzt hat, verliert ihn mit dem Ausstieg, und das sollte man wissen, bevor man auf den Knopf drückt.
Livewetten und die Fälle mit Quote 1.00
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit der Quote 1.00. Und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Diese Sätze sollte man zweimal lesen, wenn man live mit mehreren Linien arbeitet, denn sie verschieben das Ergebnis und nicht nur die Anzeige: Eine Live-Kombination kann plötzlich eine Voraussage zu 1.00 enthalten, und die Gesamtquote ist damit um einen Faktor kleiner, ohne dass ein Ergebnis falsch war.
Was passiert, wenn ein Gewinn nicht abgeholt wird
Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Zwei Fristen, die in entgegengesetzte Richtungen laufen: eine halbjährige Abholfrist und eine zehntägige Einsprachefrist. Beide sind hart, und keine wird durch einen Wettrechner sichtbar.
Die Halbjahresfrist ist keine Bösartigkeit, sondern die Vermeidung unbegrenzter Verbindlichkeiten. Sie überrascht trotzdem alle, die einen kleinen Systemgewinn auf einem Wettschein vergessen und Monate später wiederfinden. Wer seine Wetten ordentlich ablegt, hat mit dieser Regel nichts zu tun. Wer nicht, sollte den Abholtermin behandeln wie eine Rechnung.
Die beiden Schweizer Veranstalterinnen im Vergleich
Auf dem Schweizer Markt stehen zwei bewilligte Anbieter, und daneben stehen ausländische Marken, auf die Schweizer Spielende treffen. Die folgende Einordnung nennt zuerst die beiden Schweizer Veranstalterinnen und danach die ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Reihenfolge folgt dem Markt und nicht einer Vorliebe.
Swisslos Sporttip – die Veranstalterin mit dem grössten Quotenspielraum
Swisslos besitzt die Schweizer Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel unter der Aufsicht der Gespa und ist eine der beiden Veranstalterinnen, die das interkantonale Recht zulässt. Die Produktmarke heisst Sporttip, die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel. Ein Online-Konto steht nur Personen offen, die im Versorgungsgebiet wohnhaft sind: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein.
Bei Einzel- und Kombinationswetten liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000. Bei einer Systemwette liegt der Höchsteinsatz bei CHF 10’000. Die letzte Zahl ist der eigentliche Grund, warum diese Veranstalterin in einem Vergleich über Systemwetten kaum zu umgehen ist. Ein System mit breiter Linienstreuung braucht Einsatz pro Linie, und die Obergrenze erlaubt ihn.
Die Kehrseite steht in derselben Regel: Die Limiten können jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer eine Serie von Systemwetten über Wochen plant und mit den Limiten als festem Betriebsparameter rechnet, sollte die jeweils aktuelle Fassung nachlesen. Nicht die Zahlen verdienen diesen Vorbehalt, sondern die Klausel daneben.
Zur Produktseite gehören mehrere Funktionen, deren Bedingungen man lesen muss. Der Kombiboost gilt nur online und braucht mindestens vier Voraussagen mit je mindestens 1.50. Dazu Cash-Out nur online und nur vollständig, dazu die Rundungsregel mit ihren zwei Stufen. Diese Einzelheiten greifen bei einem System gleich mehrfach und sind der Grund, warum ein Systemwettschein mehr Prüfschritte braucht als eine Einzelwette.
Das Urteil: Wo der Spielraum an einer einzigen Regel hängt, ist dieser Spielraum breiter als bei jeder Alternative im Land, und genau diese Regel kann sich ohne Vorwarnung verschieben. Wer den Einsatz pro Linie plant und die Obergrenze als Konstante behandelt, plant mit einer Zahl, die verschiebbar ist.
Loterie Romande Jouez Sport – die Veranstalterin mit den bekannten Gewinndeckeln
Die Loterie Romande hat ebenfalls die Schweizer Veranstalterbewilligung für ein Grossspiel unter Gespa-Aufsicht. Die Produktmarke heisst Jouez Sport, Organisatorin ist die Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz an der Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Das Gebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.
Die Einsätze liegen enger als in Basel: online mindestens CHF 2, in den Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Für den Systembetrieb greift die niedrigere Obergrenze am frühesten. Wer bei Sporttip mit CHF 1’000 pro Wette planen kann, kommt hier mit der Hälfte nicht weiter.
Dafür sind die Gewinndeckel ausdrücklich geregelt: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Wer einen Deckel kennt, weiss vorher, was maximal herauskommt. Das ist unspektakulär und für die Planung wertvoller als eine offene Frage.
Der Mindesteinsatz ist bei kleinen Linien die eigentliche Hürde. Eine Systemwette mit vielen Linien zu je CHF 1 lässt sich hier nicht bauen, weil die Untergrenze höher liegt. Die Aufteilung wird damit automatisch gröber, und das ändert die Rechnung mehr als jede Quotendifferenz.
Das Urteil: Die Einsatzseite ist enger, die Gewinnseite transparenter, und diese Kombination begrenzt die Obergrenze nach oben, während sie die Unsicherheit nach unten entfernt. Wer die Aufteilung nach oben begrenzt und einen bekannten Deckel schätzt, findet hier die ehrlichere Konstruktion vor.
Duelbits – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
Duelbits verfügt über keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung hat hier keine Wirkung. Es besteht keine Verbindung zum Schweizer Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsschutzweg steht nicht offen. Die Domains der Marke können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und über DNS gesperrt werden.
Die zweite Hälfte dieses Satzes fehlt in jedem Werbetext und ist die wichtigere: Wer dort spielt, verliert die Schweizer Limiten- und Sperrmechanismen, und der Einsatz ist nicht durch Schweizer Recht abgesichert.
BillyBets – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
BillyBets verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Nur Swisslos und die Loterie Romande dürfen hierzulande Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung wirkt in der Schweiz nicht. Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister besteht nicht, und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht zur Verfügung. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden und werden dann über DNS blockiert.
Das Schweizer Publikum trifft diese Marke in Anzeigen und im Sponsoring. Wer seinen Wettschein dort platziert, verlässt den Bereich, in dem eine Schweizer Aufsicht die Auszahlung überwacht.
Bettilt – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
Bettilt hat keine Schweizer Bewilligung. Das interkantonale Recht lässt Sportwetten ausschliesslich durch die beiden Veranstalterinnen zu, und eine Bewilligung aus einem anderen Land entfaltet hier keine Geltung. Es fehlt die Anbindung an das Schweizer Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsschutzweg besteht nicht. Die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Telekom-Anbieter sperren dann über DNS.
Ein Punkt, der dabei oft falsch dargestellt wird: Eine ausländische Bewilligung bedeutet nicht, dass der Betrieb ungeregelt wäre. Sie bedeutet, dass die Schweizer Regeln für einen hiesigen Spielenden nicht greifen.
HighFlyBet – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
HighFlyBet ist ohne Schweizer Bewilligung tätig. Eine Bewilligung für Sportwetten in der Schweiz haben nur Swisslos und die Loterie Romande, und eine ausländische Bewilligung wirkt hier nicht. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, und es gibt keinen Schweizer Rechtsschutzweg. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und anschliessend per DNS blockiert werden.
Wer diese Marke wählt, sollte die Quoten unabhängig prüfen. Eine Zahl in einem Fenster ist leicht zu ändern, und ohne eine Aufsicht, die den Namen trägt, fehlt die Instanz, die eine Anzeige korrigieren müsste.
BetAlright – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung. Sportwetten dürfen in der Schweiz nur Swisslos und die Loterie Romande anbieten, und eine ausländische Bewilligung hat keine Geltung. Es besteht keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister, und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen. Die Domains der Marke können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Für einen Systemwetter zählt hier ein Punkt besonders: Je höher die Zahl der Linien, desto mehr Einzelpositionen müssen am Ende auch ausgezahlt werden. Ein Markt ohne Schweizer Aufsicht verschiebt genau dieses Risiko auf den Kunden zurück.
DirectionBet – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
DirectionBet hat keine Schweizer Bewilligung. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von den beiden bewilligten Veranstalterinnen angeboten werden, und eine ausländische Bewilligung entfaltet keine Wirkung. Eine Verbindung zum Schweizer Sperrregister besteht nicht, und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht zur Verfügung. Die Domains können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt und per DNS blockiert werden.
Wie viel Aufwand ein Anbieter in seine Quotengestaltung steckt, ist keine Frage der Aufsicht, sondern der Kalkulation. Genau deshalb sollte die Frage des Rechtsschutzes bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung ausdrücklich mitgelesen werden.
Betify – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
Betify verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Nur zwei Veranstalterinnen dürfen in der Schweiz Sportwetten anbieten, und eine ausländische Bewilligung wirkt hier nicht. Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister fehlt, und ein Schweizer Rechtsweg steht nicht offen.
Angaben zu den Limiten einer solchen Marke sind kein Teil der Schweizer Ordnung, und ihre Zahlen sollten nicht mit einem Schweizer Bewilligungsbeleg verwechselt werden.
Bahigo – eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung
Bahigo hat keine Schweizer Bewilligung. Die beiden zugelassenen Veranstalterinnen sind die einzigen, die hierzulande Sportwetten anbieten dürfen, und eine ausländische Bewilligung greift nicht. Es gibt keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rechtsweg. Für nicht bewilligte Marken gilt die allgemeine Sperrpraxis der Gespa.
Ein Schlusspunkt, der für alle acht Marken gilt: Ihr Domizil ist ein anderer Rechtsraum, und der Unterschied liegt in der Durchsetzbarkeit, nicht in der Optik. Wer sich für eine von ihnen entscheidet, entscheidet sich gegen die Schweizer Aufsicht. Das ist eine Entscheidung, die man bewusst treffen kann, aber sie sollte nicht das Ergebnis einer Suchanfrage sein.
Die Bewilligungslage im Überblick
Die folgende Zusammenstellung nennt die Marken mit ihrer Bewilligungslage. Ein Blick über die mittlere Spalte zeigt, wie kurz die Liste der zugelassenen Anbieter ist und wie lang die Liste der Marken, die dort nichts stehen haben.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin oder angegebene Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja, Veranstalter- und Spielbewilligung | Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| DirectionBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | keine in der Schweiz geltende Bewilligung |
Die Spalte zur angegebenen Bewilligung bleibt bei acht Marken inhaltsgleich, und das ist keine Nachlässigkeit, sondern das Ergebnis: Eine Bewilligung aus einem anderen Land ist in der Schweiz kein Tatbestand. Sie hier einzeln aufzulisten würde eine Präzision vortäuschen, die im Schweizer Kontext nichts bedeutet.
Wie der Gesamteinsatz mit der Linienzahl wächst
Die Rechnung, die keinen Vergleich und keine Ansicht braucht, ist die Aufteilung des Einsatzes. Bei CHF 1 pro Linie ist der Gesamteinsatz das Produkt aus Linienzahl und Einsatz pro Linie, und die Linienzahl hängt von der Zahl der Voraussagen ab.
Nehmen wir drei Voraussagen zu 1.50, 2.00 und 2.50. Drei Linien in der Zweierkombination, also CHF 3 Gesamteinsatz, und eine Obergrenze von rund CHF 11.75 vor der Rundung. Treffen zwei Voraussagen, liegt der Ertrag je nach getroffener Linie zwischen rund CHF 3.00 und rund CHF 5.00. Treffen alle drei, zahlt die Summe dieser drei Beträge. Treffen weniger als zwei, zahlt nichts.
Der eigentliche Kostentreiber in dieser Rechnung ist nicht die Linienzahl, sondern die Verdopplung. Wer den Einsatz pro Linie von CHF 1 auf CHF 2 erhöht, verdoppelt den Gesamteinsatz auf CHF 6 und damit den möglichen Verlust, während die Struktur der Wette unverändert bleibt. Wer dagegen eine Voraussage hinzufügt, erhöht die Zahl der Linien und damit ebenfalls den Gesamteinsatz, gewinnt aber zusätzliche Kombinationsmöglichkeiten hinzu. Beides kostet, aber nur eines davon erweitert den Spielraum. Ein Rechner zeigt für beide Wege einen Betrag, und genau hier zeigt er zu wenig: Er unterscheidet nicht zwischen teurer und breiter.
Prüfpunkte vor jedem Absenden des Wettscheins
Die Reihenfolge der Prüfung ist wichtiger als der Rechenweg. Am Anfang steht die Frage, ob das Ereignis und die Wettart auf der Liste der zugelassenen Angebote stehen. Danach folgt die Frage, ob die gewählten Voraussagen überhaupt frei kombinierbar sind oder ob es dafür die Bet-Builder-Funktion braucht. Erst dann kommt die Quote, und erst danach der Einsatz.
- Steht das Ereignis auf der Liste, und ist die Kombination von Voraussagen derselben Sportveranstaltung über die vorgesehene Funktion gebildet?
- Liegt der Einsatz pro Linie mindestens beim Mindesteinsatz der Veranstalterin, und liegt die Gesamtquote der Linie in dem Bereich, den die Regeln zulassen?
- Reicht das Guthaben im Spielerkonto für den gesamten Einsatz, ohne dass die Nachkaufgrenze für 30 Tage dazwischenkommt?
Danach kommen die Fristen: 26 Wochen für die Geltendmachung eines Gewinns, 10 Tage für eine Einsprache, 48 Stunden für einen Nachholtermin. Und dazwischen die Frage nach der Spielzeit, weil Verlängerung und Penaltyschiessen nur zählen, wenn sie ausdrücklich Gegenstand der Wette sind. Wer diese Punkte der Reihe nach abarbeitet, braucht den Rechner für keine Entscheidung. Er braucht ihn danach, für die Zahl im Fenster.
Was ein Wettrechner niemals liefern wird
Der Rechner beantwortet die Frage nach dem Betrag. Er beantwortet nicht die Frage nach der Wahrscheinlichkeit, und er kennt die Marge des Marktes nicht, weil er nicht in die Quotenstellung hineinsieht. Er kennt auch die Höchsteinsätze der beiden Schweizer Veranstalterinnen nicht, und das ist der gewichtigere Punkt. Der Rechner beantwortet eine Frage, für die es keine Genehmigung braucht. Die entscheidenden Einschränkungen einer Systemwette liegen jenseits dieser Frage: die geschlossene Liste der erlaubten Ereignisse und Wettarten, der Mindesteinsatz pro Linie, der Höchsteinsatz pro Wette, die selbst gesetzte Verlustlimite und die Frist für die Geltendmachung.
Wer das einmal so sieht, braucht den Rechner dennoch. Eine Wette, deren mögliche Auszahlung man nicht kennt, ist schlechter als eine, deren Zahl man kennt. Aber die Zahl ist der letzte Schritt und nicht der erste. Die Frage davor entscheidet, ob die Wette überhaupt angeboten, überhaupt angenommen und überhaupt bezahlbar ist. Und die Antwort darauf gibt kein Fenster, sondern die Liste der zugelassenen Wettarten und die Bedingungen der Veranstalterin.
Häufige Fragen zum Systemwetten-Rechner
Wie viele Einzelwetten enthält eine Systemwette, und wie wird der Einsatz verteilt?
Der Einsatz pro Linie wird festgelegt, nicht der Gesamtbetrag. Die Zahl der Linien ergibt sich aus den Kombinationen, die die gewählten Voraussagen zulassen. Bei drei Voraussagen in der Zweierkombination sind das drei Linien, bei CHF 1 pro Linie also CHF 3 Gesamteinsatz. Der Rechner multipliziert Linien und Einsatz.
Wie berechnet sich der mögliche Gewinn, und wie entsteht die Gesamtquote?
Der Gewinnbetrag ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote. Die Gesamtquote entsteht als Produkt der Einzelquoten. Aus 1.50, 2.00 und 2.50 werden 3.00, 3.75 und 5.00. Bei drei Linien zu je CHF 1 liegt die Obergrenze damit bei rund CHF 11.75 vor der Rundung.
Wie wird ein Gewinnbetrag gerundet, und was heisst das bei kleinen Einsätzen?
Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen abgerundet. Bei kleinen Linieneinsätzen fällt das stärker auf, weil der Betrag in Fünf-Rappen-Sprüngen steigt und mehrere Linien denselben Rundungsschritt mehrfach durchlaufen.
Was kann ein Wettrechner leisten, und was kann er nicht?
Er berechnet den Einsatz, die Gesamtquote und den möglichen Gewinn. Er kennt weder die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ergebnisses noch die Marge des Marktes, und er prüft weder die Zulässigkeit des Ereignisses noch die Höchsteinsätze der Veranstalterin. Diese Prüfung bleibt bei der Person, die die Wette platziert.
Welche Höchsteinsätze gelten für Einzel-, Kombinations- und Systemwetten?
Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000 und für Systemwetten bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt er für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 enthalten. Der Mindesteinsatz beträgt dort online CHF 2.
Wie beeinflussen selbst gesetzte Verlust- und Einsatzlimiten den Gesamteinsatz?
Sie begrenzen, was über einen Zeitraum überhaupt gesetzt werden kann. Bei Swisslos müssen vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 und unter 21 Jahren von CHF 1’000. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden.
Quoten – anbietervergleichch.com
Inhalt erstellt vom Team «anbietervergleichch.com»
