Wettquoten auf den EM-Sieger: zwei Veranstalter, eine Marge und ein langer Weg bis zum Finale
Datenstand: 29. Oktober 2026, geprüft gegen die Bewilligungs- und Aufsichtsangaben der Gespa sowie die veröffentlichten Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Wer heute nach Quoten auf den Europameister sucht, sucht nach einem Turnier, das noch nicht begonnen hat. Die letzte Europameisterschaft ist gespielt: Spanien gewann am 14. Juli 2024 im Berliner Olympiastadion mit 2:1 gegen England und holte damit seinen vierten EM-Titel. Die nächste Ausgabe findet vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 in England, Schottland, Wales und Irland statt, mit dem Eröffnungsspiel in Cardiff und dem Finale im Wembley-Stadion. Dazwischen liegt eine Qualifikationsphase, deren Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast angesetzt ist.
Damit ist die entscheidende Eigenheit dieser Wettart schon benannt: Eine Siegerwette auf ein Turnier ist eine Wette auf ein Ereignis, dessen Teilnehmerfeld zum Zeitpunkt des Einsatzes noch nicht feststeht. Das Geld liegt über Monate beim Veranstalter. Und in der Schweiz liegt es bei einem von genau zwei Unternehmen, weil das Geldspielgesetz für Sportwetten keine dritte Bewilligung kennt. Wer hier auf den Europameister setzt, setzt bei Swisslos unter dem Namen Sporttip oder bei der Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport — oder bei einem Anbieter, der in der Schweiz gar keine Bewilligung hat und dessen Domains auf der Sperrliste der Gespa landen können.
Die Marge ist der zweite Faden, der sich durch alles zieht, was auf dieser Seite steht. Sie ist in jeder Quote schon eingerechnet, sie erklärt, weshalb zwei Anbieter für dasselbe Spiel nie dieselbe Zahl zeigen, und sie ist der eigentliche Preis des Vergnügens — nicht die Gebühr, die nirgends auf dem Wettschein steht, sondern der Unterschied zwischen dem, was die Gesamtheit der Wettenden einzahlt, und dem, was sie zurückbekommt.
Wie eine Siegerquote überhaupt entsteht
Eine Quote auf den Turniersieger ist keine Prognose. Sie ist ein Preis, und wie jeder Preis hat sie zwei Bestandteile: eine Einschätzung, wie wahrscheinlich ein Ausgang ist, und einen Aufschlag für den Verkäufer. Der Veranstalter schätzt zuerst, mit welcher Wahrscheinlichkeit jede teilnehmende Nation das Turnier gewinnt. Dann rechnet er diese Wahrscheinlichkeiten in Quoten um und zieht von jeder Quote etwas ab. Was übrig bleibt, ist die Zahl auf dem Bildschirm.

Der Unterschied fällt bei einer Langzeitwette deutlicher aus als bei einem einzelnen Spiel, weil zwischen Einsatz und Auszahlung mehr Zeit liegt und mehr Unbekanntes im Weg steht. Ein Kader verändert sich, ein Trainerwechsel passiert, ein Stammspieler fällt für ein halbes Jahr aus, und die Qualifikation bringt Mannschaften ins Feld, die zum Zeitpunkt der Quotensetzung noch nicht feststanden. Der Veranstalter trägt in dieser Zeit das Risiko, das er sich bezahlen lässt.
Wie gross dieser Aufschlag ist, lässt sich aus den Quoten selbst ablesen, sobald man alle Ausgänge eines Marktes zusammen nimmt. Angenommen, ein Markt mit zwei möglichen Ausgängen wird zu je 1.90 angeboten. Addiert man die Kehrwerte der beiden Quoten — je 1 geteilt durch 1.90, also zweimal rund 0’526 — kommt man auf etwa 1’053. Der Quotenschlüssel, also der Anteil der Einsätze, der über diesen Markt zurückfliesst, liegt damit bei rund 95 Prozent, und die Marge beträgt entsprechend ungefähr 5 Prozent. Diese Rechnung gilt für den angenommenen Zweiwegemarkt zu 1.90/1.90 und nur für ihn; bei einem Feld mit vielen Ausgängen wie dem Turniersieger kann die Marge deutlich anders ausfallen, und sie fällt je nach Anbieter und je nach Zeitpunkt der Quotensetzung unterschiedlich aus. Als Faustregel gilt: Die Marge liegt bei einer Siegerwette auf ein ganzes Turnier eher tiefer als bei einer Wette auf ein einzelnes Spiel, weil mehr Wettende über einen längeren Zeitraum in denselben Markt einzahlen — wirklich verlassen sollte man sich auf diese Faustregel nicht.
Bei einem Feld von zwei Dutzend Nationen wird die Sache unübersichtlich. Jede Nation hat eine Quote, jede Quote einen Kehrwert, und die Summe dieser Kehrwerte über alle Teilnehmer liegt über 1. Der Überschuss ist die Marge, und er sieht bei einem so breiten Markt anders aus als bei einem einzelnen Spiel, weil auch die Aussenseiter ihren Platz im Feld einnehmen und mit ihrer eigenen, sehr kleinen Wahrscheinlichkeit zur Summe beitragen.
Was ein Sieger im Erfolgsfall zurückbekommt, folgt aus einer einzigen Multiplikation: Einsatz mal Quote. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf eine Quote von 6.00 sind das CHF 600 brutto, also CHF 500 Nettogewinn. Der Betrag sagt nichts darüber, wie wahrscheinlich dieser Erfolg ist. Genau das ist der Punkt, an dem die Werbung gern vorbeigeht.
Was in der Quote steckt und was nicht
Die Quote enthält zwei Dinge, die der Wettende selten getrennt sieht: die Einschätzung des Veranstalters und seinen Aufschlag. Sie enthält nicht die Unsicherheit über das Teilnehmerfeld. Eine Mannschaft, die heute mit einer Quote von 8.00 gehandelt wird, kann in zwei Jahren im Halbfinale stehen — oder die Qualifikation verpassen und aus dem Markt verschwinden. Langzeitquoten sind deshalb keine stabilen Grössen, sondern Momentaufnahmen eines Modells, das sich mit jeder Verletzung und jedem Trainerwechsel neu justiert.
In der Schweiz kommt eine Besonderheit hinzu, die es sonst kaum gibt: Der Markt ist geschlossen. Nur zwei Unternehmen dürfen überhaupt Quoten auf den Turniersieger stellen, und die Liste der Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die sie anbieten dürfen, ist eine behördlich geführte Liste. Was dort nicht steht, wird nicht angeboten — nicht weil es sich nicht verkaufen liesse, sondern weil es nicht angeboten werden darf.
Ein Markt mit zwei Anbietern statt mit zwanzig
Wer aus dem Ausland auf die Schweizer Situation blickt, erwartet einen Vergleich über ein Dutzend Buchmacher. In der Schweiz gibt es den nicht. Das Geldspielgesetz legt Sportwetten als Grossspiel aus und beschränkt die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine weitere Bewilligung existiert nicht, und damit existiert auch keine Liste weiterer bewilligter Anbieter.
Das ist kein Aufsichtsversäumnis, sondern die Konstruktion. Der Zweck der Regelung steht im Gesetz: Die Nettoerträge fliessen gemeinnützigen Zwecken in den Kantonen zu. Ein offener Markt mit konkurrierenden Buchmachern würde diesen Zweck nicht erfüllen, also hat man ihn nicht zugelassen. Für den Wettenden hat das eine unmittelbare Folge: Der Wettbewerb, der sonst über die Quote läuft, läuft hier über etwas anderes.
Was tritt an die Stelle des Quotenwettbewerbs? Die Aufsicht. Ein bewilligter Anbieter braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Bewilligung für jedes einzelne Spiel, und beide gelten nur in der Schweiz. Er ist an das Sperrregister angeschlossen, muss Verlustlimiten abfragen, darf keine Kredite an Spielende gewähren und zahlt Gewinne ausschliesslich auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers aus. All das ist keine Grosszügigkeit, sondern Bedingung.
Und der Preis dafür ist echt: Ein Bewilligungsinhaber kann nicht tun, was ein ausländischer Anbieter tut, weil er es nicht darf. Wer die grösste Auswahl an Märkten oder die höchste Quote sucht, wird bei den beiden Schweizer Veranstaltern nicht immer fündig. Wer eine Beschwerdestelle, ein Sperrregister und eine Aufsichtsbehörde im eigenen Land sucht, findet sie nur dort.
Swisslos Sporttip
Swisslos hat seinen Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Der Betriebsbereich umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 für eine Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote; er wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet.
Bemerkenswert ist die Obergrenze für Systemwetten. CHF 10’000 Einsatz auf einem einzigen Wettschein ist für Schweizer Verhältnisse viel Geld, und die Zahl sagt etwas über die Konstruktion: Eine Systemwette verteilt den Einsatz auf viele Kombinationen, das Risiko pro Kombination sinkt, und der Veranstalter lässt entsprechend mehr zu. Wer dagegen CHF 1’000 auf eine einzelne Siegerwette setzt, stösst an die Grenze, und ein Betrag darüber wird gar nicht erst angenommen — nicht gekürzt, nicht teilweise, sondern abgelehnt.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie nennt als Kontaktadresse die Avenue de Provence 14 in 1001 Lausanne, zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Ihre Ansätze sind andere als die von Swisslos. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, also bei der Hälfte dessen, was Sporttip zulässt. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn beträgt CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette; für alle Gewinne eines Multiples zusammen liegt er bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, und die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Die Untergrenze von 1.10 ist keine Nebensache. Sie schliesst jenes Vorgehen aus, das in englischsprachigen Foren als Absicherung über mehrere Anbieter diskutiert wird: eine Kombination aus lauter sehr niedrigen Quoten, die zusammen gerade einen kleinen Überschuss ergeben. Wer auf ein Turnier wie die Europameisterschaft setzt, ist von dieser Grenze ohnehin weit entfernt — Siegerquoten liegen im hohen zweistelligen Bereich oder darüber. Sie zeigt aber, dass die beiden Veranstalter in derselben Regelumgebung unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Die Bewilligung, auf die es ankommt
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Die Aufsicht führt die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat, das seit dem 1. Januar 2021 in Kraft ist. Die Eidgenössische Spielbankenkommission ist nicht zuständig; sie beaufsichtigt ausschliesslich Casinos. Wer nach der Aufsicht über Sporttip oder Jouez Sport sucht, landet bei der Gespa und nicht bei der ESBK.
Eine Bewilligung braucht einen Veranstalter und zusätzlich eine Bewilligung pro Spiel, und sie gilt nur in der Schweiz. Genau dieser letzte Halbsatz entscheidet über alles Weitere. Eine ausländische Bewilligung — gleich aus welchem Land — entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter, der sich auf sie beruft, beruft sich auf nichts, was hier gilt.
Wenn ein Anbieter keine Schweizer Bewilligung hat
Wer eine Wette bei einem ausländischen Anbieter abschliesst, steht vor einer Reihe von Folgen, die sich alle aus demselben Umstand ableiten: Es gibt keine Schweizer Bewilligung. Der Anbieter ist nicht an das Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsschutz, und die Gespa kann seine Domains auf die Sperrliste setzen, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre umsetzen. Diese Liste wurde erstmals am 3. September 2019 veröffentlicht und umfasste Ende 2025 insgesamt 671 Domains. Blockierte Adressen werden innerhalb von Stunden ersetzt — ein Vorgang, den die Gespa selbst als Domain-Hopping bezeichnet und bei dem sie Interwetten und Bet-at-Home namentlich nennt; bet365 steht auf der Liste.
Das Ausmass der Liste relativiert die Vorstellung, ein ausländischer Anbieter sei für Schweizer Wettende eine stabile Grösse. 671 Domains sind nicht 671 Marken; das Domain-Hopping erzeugt laufend neue Adressen, während alte gesperrt werden. Für den Wettenden heisst das: Die Seite, auf der heute ein Guthaben liegt, ist morgen möglicherweise nicht mehr erreichbar, und die Auszahlung hängt dann an einem Anbieter ohne Schweizer Niederlassung.
Dazu kommt die steuerliche Seite, und sie ist der Punkt, an dem viele die Lage falsch einschätzen. Ein Schweizer Veranstalter, der einem über der Freigrenze liegenden Gewinn auszahlt, behält 35 Prozent Verrechnungssteuer ein; der Gewinn wird in der Steuererklärung deklariert und die Steuer zurückgeholt. Ein ausländischer Anbieter behält nichts ein, weil er dazu gar nicht berechtigt wäre. Manche ziehen daraus den Schluss, ein Gewinn im Ausland sei steuerfrei. Die kantonale Praxis kann das Gegenteil annehmen: Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer grössere Beträge gewinnt, klärt das mit einem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung, bevor er sich auf eine Annahme verlässt.
Was gesetzt werden darf und was nicht
Die erlaubte Angebotspalette ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten nach Art. 25 BGS und Art. 29 VGS in der Fassung vom 10. September 2026. Qualifikationsrunden erscheinen darauf nur, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; Frauenwettbewerbe ebenso; Rangierungswetten nur dann, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podest entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind ausgeschlossen. Die Liste enthält keine Corner- oder Kartenmärkte und keine Esport-Sektion.
Dass Esport auf der Liste fehlt, heisst nur das: Esport fehlt auf der Liste. Wer dort etwas angeboten bekommt, bekommt es nicht von einem Schweizer Veranstalter. Ebenso nüchtern ist die Feststellung zu Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen: Sie sind nicht zugelassen, weil nur Sportwetten zugelassen sind. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind nach Art. 25 Abs. 2 BGS gesperrt.
Livewetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter über die entsprechende Bewilligung verfügt; das Gesetz schränkt nicht auf bestimmte Live-Märkte ein. Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 — und in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer sich über eine Quote 1.00 bei einer Livewette ärgert, findet die Begründung also nicht in einem Fehler, sondern in einer Regel, die vor dem Einsatz in den Teilnahmebedingungen steht.
Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt. Es ist ein Merkmal des jeweiligen Anbieters und nichts, worauf ein Anspruch bestünde.
Wo das Geld zwischendurch liegt
Eine Siegerwette auf die Europameisterschaft bindet den Einsatz bis zum Sommer 2028. Das ist die längste Bindung, die der Schweizer Sportwettenmarkt kennt, und sie unterscheidet sich in der Qualität von allem, was auf ein einzelnes Spiel gesetzt wird.
Während dieser Zeit liegt das Geld beim Veranstalter, nicht bei der Bank des Wettenden. Eine Verzinsung gibt es dafür nicht, und ein Rückzug ist nicht vorgesehen — ausser über das Cash-Out. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, allerdings nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Wer mit Cash-Out als Ausweg kalkuliert, kalkuliert mit einem Angebot, dessen Bedingungen sich nicht erzwingen lassen.
Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn — oder im Rahmen eines Turniers — nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Bei einem Turnier, das über Wochen läuft, ist diese Klausel der praktisch relevante Teil der Teilnahmebedingungen. Wer eine Kombination aus mehreren Turnierwetten zusammengestellt hat und dessen Voraussage wegen einer Verlegung auf 1.00 fällt, hat eine Kombination mit einer toten Achse: Die Gesamtquote sinkt, der Einsatz bleibt gebunden.
Bei der Registrierung verlangt Swisslos mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, und es darf keine Spielsperre bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren — ein zweites Konto ist nicht vorgesehen. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Das ist der praktische Teil der Aufsichtsphilosophie: Ein Konto, eine Identität, ein Sperrregister.
Wie Gewinne ausgezahlt werden
Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto auf den Namen des Kontoinhabers ausbezahlt. Diese Regel steht in der Verordnung und nicht in den Geschäftsbedingungen der Anbieter: Art. 50 Abs. 2 VGS. Anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen existieren im bewilligten Schweizer Sportwettenmarkt nicht. Kredite an Spielende sind nach Art. 75 Abs. 1 BGS verboten.
Für den Wettenden ist das ein doppelter Punkt. Auf der einen Seite gibt es keine Diskussion darüber, wohin das Geld geht: Es geht auf das eigene Konto. Auf der anderen Seite heisst es, dass die Konten in Franken laufen. Wer im Ausland lebt und regelmässig in Euro denkt, findet hier keine Währungsumrechnung vor, die ihm entgegenkommt — die Konten sind auf Franken geführt.
Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, regelt jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen. Und ein Punkt, an dem viel Falsches erzählt wird: Die Schweiz kennt kein Instrument, mit dem Banken oder Kartenschemata Zahlungen an nicht bewilligte Wettseiten sperren. Was gesperrt wird, sind Domains per DNS durch die Telekommunikationsanbieter. Eine Zahlung, die technisch durchgeht, ist deshalb noch kein Zeichen dafür, dass der Empfänger in der Schweiz etwas darf.
Bei der Auszahlungsgeschwindigkeit gibt es für die beiden Schweizer Veranstalter unterschiedliche Obergrenzen für einen einzelnen Wettschein: CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette bei Jouez Sport, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Solche Grenzen sind kein Misstrauen gegenüber dem Gewinner, sondern eine Risikofestlegung des Veranstalters — und für den betroffenen Wettenden ist es der Moment, in dem er vorher wissen muss, wie seine Kombination erklärt und ausgezahlt wird.
Wer Europameister wird und wer es nicht sicher ist
Eine Einschätzung des Turniersiegers lässt sich aus wenigen Bausteinen herleiten, und keiner davon ist ein Geheimnis. Der Kader zählt, und zwar nicht der Name des Kaders, sondern seine Tiefe: Ein Turnier mit sechs Gruppenspielen und anschliessend Achtelfinale vom 24. bis 27. Juni, Viertelfinale am 30. Juni und 1. Juli, Halbfinale am 4. und 5. Juli und dem Finale am 9. Juli 2028 verlangt bis zu sieben Einsätze in gut vier Wochen. Ein Spiel um Platz drei findet nicht statt. Wer die Kadertiefe ignoriert, überschätzt jene Nationen, deren erste Elf stark ist und deren Ersatzbank nicht.
Die Auslosung zählt ebenfalls, und sie ist für 2028 noch nicht erfolgt. Sechs Vierergruppen werden gespielt, davor zwölf Qualifikationsgruppen mit vier oder fünf Teams, aus denen sich die zwölf Gruppensieger und die acht besten Gruppenzweiten direkt qualifizieren. Bis zur Auslosung am 6. Dezember 2026 in Belfast lässt sich also nicht sagen, welcher Favorit in welche Gruppe gerät — und damit auch nicht, wie viele K.-o.-Runden er in welcher Reihenfolge überstehen muss.
Der dritte Baustein ist die Form, und er ist der unzuverlässigste. Ein Turnier im Sommer 2028 wird von der Form des Frühlings 2028 entschieden, nicht von der Form, die heute in einer Quotenliste steht. Wer eine Langzeitwette auf den Turniersieger erwägt, sollte sich klarmachen, dass er im Grunde auf zwei Jahre Kaderentwicklung setzt und der Preis, den er dafür bezahlt, in der Marge steckt — nicht darin, dass der Veranstalter die Wahrscheinlichkeit geringer einschätzt als er selbst.
Und hier ist die Stelle, an der jede Prognose endet. Die Einschätzung des Turniersiegers aus Form, Kader und Auslosung darf nie zu einer Aussage darüber werden, wer gewinnt. Die Statistik hat zuletzt gezeigt, wie eng es an der Spitze zugeht: Bei der Europameisterschaft 2024 erzielten sechs Spieler je drei Tore — Cody Gakpo, Harry Kane, Georges Mikautadze, Jamal Musiala, Dani Olmo und Ivan Schranz. Es gab also nicht den einen überragenden Torjäger, sondern ein halbes Dutzend Spieler auf Augenhöhe. Die Zuschauerzahl über das gesamte Turnier betrug 2’681’288. Wer aus solchen Zahlen eine Prognose ableiten will, leitet aus der Vergangenheit eine Zukunft ab, die von ihr nicht garantiert wird.
Die Geschichte des Wettbewerbs liefert die nüchterne Einordnung. Die erste Europameisterschaft fand 1960 statt, seit 2016 spielen 24 Mannschaften, von 1996 bis 2012 waren es 16. Rekordsieger ist Spanien mit vier Titeln, Deutschland gewann drei: 1972, 1980 und 1996. Rekordtorschütze ist Cristiano Ronaldo mit 14 Toren; Veranstalter ist die UEFA, gespielt wird alle vier Jahre. Zwei Nationen haben den Bewerb also deutlich häufiger gewonnen als alle anderen — und beide sind in einzelnen Ausgaben gescheitert.
Wer heute eine Quote auf den Turniersieger 2028 sieht, sieht also den Preis für ein Ereignis, von dem niemand weiss, ob es so eintritt. Das ist nicht Fatalismus, sondern die Grundlage jeder Kalkulation. Der klare Favorit darf nie als sicher gelten; ein grosser Teil der Fälle, in denen diese Regel verletzt wurde, steht in den Turniergeschichten der letzten dreissig Jahre.
Die Wettarten rund um das Turnier
Siegerwetten sind nur eine von mehreren Arten, auf ein Turnier zu setzen, und sie sind die mit der längsten Bindung. Daneben stehen Gruppensieger und Torschützenwetten, beide mit anderen Zeiträumen und anderen Risiken.
Die Gruppensiegerwette entscheidet sich nach drei Spielen. Sie hat eine kürzere Bindung, aber ein höheres Risiko pro Spiel — ein einziger Aussetzer in der Gruppe und die Wette ist weg, ohne dass das Team schlecht sein muss. Die Torschützenwette auf den Turniertorschützen hat eine ähnlich lange Bindung wie die Siegerwette und ein anderes Risiko: Nicht die Mannschaft muss gewinnen, sondern ein einzelner Spieler muss treffen, und das hängt wesentlich davon ab, ob sein Team lange im Turnier bleibt. Sechs Spieler mit je drei Treffern bei der letzten Ausgabe zeigen, wie schmal der Grat zwischen dem ersten Platz in dieser Wertung und dem vierten ist.
Die Zahlen, die auf dem Markt stehen, lassen sich in Wahrscheinlichkeiten umrechnen, und der Umgang mit dieser Rechnung ist der praktische Teil. Aus einer Quote von 6.00 folgt eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 16,7 Prozent — 1 geteilt durch 6.00. Diese Zahl ist bewusst zu hoch, und zwar um die Marge. Wer die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Teilnehmer eines Turniers addiert, kommt auf deutlich mehr als 100 Prozent. Der Überschuss ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält.
Genau hier wird die Rechnung vom Werkzeug zur Warnung. Bei einer Quote von 6.00 überschätzt die implizite Wahrscheinlichkeit die Einschätzung des Veranstalters um den Teil der Marge, der auf diesen Ausgang entfällt. In einem breiten Feld verteilt sich die Marge über viele Ausgänge, bei einem Markt mit wenigen Ausgängen lastet sie auf jedem einzelnen stärker. Wer eine Quote in eine Wahrscheinlichkeit umrechnet und dann gegen die eigene Einschätzung stellt, vergleicht nicht zwei Meinungen, sondern eine Meinung mit einer Zahl, in der schon ein Aufschlag steckt.
Für die Wahl des Anbieters heisst das, was die Wettarten am deutlichsten zeigen: Die beiden Schweizer Veranstalter arbeiten mit unterschiedlichen Höchst- und Mindesteinsätzen und mit unterschiedlichen Obergrenzen für Systemwetten und Multiples. Der Vergleich ergibt deshalb keine Rangfolge nach Quotenhöhe — er ergibt eine Zuordnung nach Einsatzgrösse.
Der Kombiboost von Sporttip illustriert, wo die Grenzen solcher Zusatzangebote liegen. Er gilt nur online — im Prematch, live und bei Systemwetten — und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer bis zur vollen Erhöhung kommt, braucht fünfzehn Voraussagen mit Quote ab 1.50. Die rechnerische Gesamtquote einer solchen Kombination liegt im Bereich von mehreren Hundert, und die Wahrscheinlichkeit, alle fünfzehn richtig zu haben, liegt entsprechend tief. Der Bonus hebt in diesem Fall einen Gewinn, der praktisch nie eintritt. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost ohnehin.
Dasselbe Muster zeigt sich bei den Quotenboosts. Sie gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine einzige Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Und dann ist da noch die Regel für Kombinationen. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für den Wettenden ist das im besten Fall eine Rückzahlung und im schlechteren Fall eine zerstörte Kombination.
Der Betrag, der am Ende auf dem Konto steht, folgt immer derselben Rechnung: Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal dem Produkt der Einzelquoten — hier wird es konkret: Die Gesamtquote einer Kombination ist das Produkt der Einzelquoten, und sie wächst deshalb schnell in Bereiche, in denen sie nicht mehr viel über die Eintrittswahrscheinlichkeit aussagt.
Was das alles den Wettenden kostet
Eine Wette auf den Turniersieger bindet Kapital für zwei Jahre in einer Währung, die keine Rendite bringt. Das ist der offensichtliche Kostenposten, und er ist nicht der grösste.
Der grössere ist die Marge, und ihre Höhe hängt davon ab, wie viele Ausgänge der Markt hat und wie sich die Einsätze verteilen. Das lässt sich nur bedingt beziffern: Für einen Markt mit zwei Ausgängen lässt sich zeigen, wie die Rechnung funktioniert, aber die konkrete Marge des Siegermarkts bei einem bestimmten Anbieter und zu einem bestimmten Zeitpunkt folgt aus den tatsächlich angebotenen Quoten, und die stehen nicht dauerhaft fest.
Der dritte Posten ist die Verfügbarkeit. Nur zwei Schweizer Veranstalter dürfen diese Wetten anbieten, jeder nur in seinem Gebiet, und ein Online-Konto setzt Wohnsitz in diesem Gebiet voraus. Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat keinen Zugang zu Jouez Sport; wer in Genf wohnt, keinen zu Sporttip. Das ist keine technische Hürde, sondern eine regulatorische, und sie verkleinert die Auswahl auf einen Anbieter pro Region.
Der vierte Posten ist der Zeitpunkt. Langzeitquoten sind in der Regel am höchsten, wenn niemand über das Turnier spricht, und sinken, je näher es rückt und je mehr Geld in den Markt fliesst. Wer früh setzt, bekommt den besseren Preis und bindet sein Geld länger. Wer spät setzt, weiss mehr über Kader und Auslosung und bekommt den schlechteren Preis. Diese Spannung lässt sich nicht auflösen; sie lässt sich nur bewusst eingehen.
Die günstigste Gegenrechnung zur Bindung ist die Aufteilung: Wer eine bestimmte Summe für die EM 2028 reserviert, muss sie nicht auf eine Wette setzen, sondern kann sie über mehrere Ausgänge und Gruppenwetten streuen. Damit sinkt die Marge pro Wette nur, wenn die Alternativen weniger Ausgänge haben — aber die Bindung pro Franken sinkt in jedem Fall.
Zwei bewilligte Veranstalter im direkten Vergleich
Die Gegenüberstellung der beiden Schweizer Anbieter folgt nicht der Logik einer Rangliste, sondern der Logik klar geregelter Grenzen. Beide müssen eine Entrichtung nach Art. 25 BGS anbieten, beide sind an das Sperrregister angeschlossen, und beide veranstalten Sportwetten auf der Grundlage einer Bewilligung. Beide haben ihren Sitz in der Schweiz, und beide beschränken den Online-Zugang auf Personen aus ihrem Gebiet.
| Kriterium | Swisslos (Sporttip) | Loterie Romande (Jouez Sport) |
|---|---|---|
| Bewilligungsstatus in der Schweiz | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa |
| Veranstalter oder gemeldete Bewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Loterie Romande, Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Mindesteinsatz | CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten | CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen, CHF 2 für Multiples |
| Höchsteinsatz je Wettschein | CHF 1’000 für Einzel- und Kombiwetten, CHF 10’000 für Systemwetten | CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten, CHF 7’500 für ein Multiple |
| Höchstgewinn | — | CHF 300’000 pro Wette, CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples |
| Online-Zugang | Wohnsitz im Vertragsgebiet: Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein | Wohnsitz in FR, GE, JU, NE, VD oder VS |
Die Einsätze zeigen, dass die beiden Anbieter nicht dieselbe Kundschaft im Blick haben. CHF 500 Höchsteinsatz pro Wettschein bei Jouez Sport gegen CHF 1’000 bei Sporttip, dazu CHF 10’000 für Systemwetten — das ist die faktische Linie zwischen einem Publikum, das mit kleinen Beträgen spielt, und einem, das mehr setzen möchte. Wer regelmässig grössere Beträge platziert, stösst in der Westschweiz an eine Grenze, die in der Deutschschweiz erst bei doppeltem Volumen greift.
Der wichtigste Unterschied liegt jedoch nicht in den Zahlen, sondern im Prinzip: Es gibt keine dritte Option. Wer in der Schweiz wohnt und bei einem ausländischen Anbieter setzt, setzt auf ein Produkt, das in einem anderen Rechtsrahmen steht, dessen Domains gesperrt werden können und dessen Gewinne nach kantonaler Praxis steuerlich anders behandelt werden können.
Sportsbooks ohne Schweizer Bewilligung: Warum sie nicht in derselben Liste stehen
Die Schweiz hat kein Register bewilligter ausländischer Sportwettenanbieter, weil ausländische Bewilligungen hier keine Wirkung haben. Was existiert, ist die umgekehrte Liste: die Sperrliste der Gespa mit 671 Domains am Ende des Jahres 2025, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS blockieren. Wer dort steht, wird für Schweizer Nutzer unerreichbar; das Domain-Hopping ersetzt gesperrte Adressen innerhalb von Stunden, was die Liste zu einer laufenden Aufgabe und nicht zu einem Endstand macht.
Dass das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung strafbar ist, richtet sich gegen den Veranstalter, nicht gegen den Spielenden: bis zu drei Jahre oder eine Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre. Der Spielende wird nicht bestraft. Trotzdem bleiben Einsätze und Gewinne in einem Verfahren gegen den Anbieter beschlagnahmefähig, und es existiert weder eine Schweizer Aufsichtsinstanz noch eine Schiedsstelle noch eine Verbindung zum Sperrregister. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz und ohne Schweizer Rechtsweg — und das ist keine Aussage über die Qualität eines einzelnen Anbieters, sondern über die Rechtslage.
Die Namen der ausländischen Marken, denen Schweizer Wettende im Alltag begegnen, lassen sich trotzdem auflisten, damit der Vergleich nicht im Abstrakten bleibt:
- Rollbit, Bruce Bet, BetLabel, Betscore, Betovo, ZotaBet, N1 Bet und AmunRa: durchwegs ohne Schweizer Bewilligung, ohne Verbindung zum Sperrregister und ohne Schweizer Rechtsschutz. Bei allen acht ist der gemeldete Lizenzstatus nicht etabliert, und eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz nach Art. 4 BGS keine Wirkung. Ihre Domains können auf die Sperrliste gesetzt werden.
Diese Marken sind hier nicht als Empfehlung genannt, sondern als Referenz: Ihre Bekanntheit hierzulande ändert nichts an der Rechtslage.
Der Vergleich der Anbieter
Bei den beiden bewilligten Schweizer Veranstaltern gibt es keine Marketingkampagnen um Gratiswetten. Gratisspielguthaben und Freispiele brauchen nach Art. 75 Abs. 2 BGS die vorgängige Zustimmung der Gespa; im Jahr 2025 erteilte sie deren 24 an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wer auf diesen Anbietern ein Angebot mit einem Gratisguthaben findet, findet ein von der Aufsicht bewilligtes Angebot mit Bedingungen, die grösstenteils aus den Geschäftsbedingungen des Anbieters stammen.
Das ist der Grund, aus dem der Vergleich der beiden Schweizer Anbieter bei den Limiten anfängt und nicht bei der Quote. Er ist auch der Grund, aus dem die Werbung selbst Beschränkungen unterliegt: Werbung darf nicht aufdringlich sein, nicht irreführen und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten. Werbung für ein in der Schweiz nicht erlaubtes Glücksspiel ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft.
Die zwei Anbieter in derselben Liste zu führen, ist kein Fehler. Sie sind die einzigen, die Schweizer Sportwetten veranstalten dürfen.
Swisslos Sporttip: Der Anbieter mit der höheren Obergrenze
Bei Swisslos geht die Bandbreite der Einsätze von CHF 1 bis CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswetten, dazu CHF 10’000 für Systemwetten. Der Mindesteinsatz von CHF 1 macht das Produkt für kleine Beträge zugänglich; die Systemwetten-Obergrenze von CHF 10’000 öffnet es für Spielende mit grösseren Summen.
Die Zusatzangebote sind meistgelesen und mit Konditionen belastet. Der Kombiboost verlangt vier Voraussagen mit je mindestens 1.50 und gewährt 5 Prozent auf den Nettogewinn; bei zehn sind es 40 Prozent, bei fünfzehn sind es 100 Prozent. Ein Cash-Out lässt den Boost verfallen. Quotenboosts sind auf Prematch-Einzelwetten beschränkt, einmal pro Wettenden nutzbar und ebenfalls in einer Cash-Out-Situation verloren.
Wer bei Sporttip auf den EM-Sieger setzen will, kann dies mit einem Einsatz von CHF 1 tun und sollte die Obergrenze von CHF 1’000 je Wettschein kennen, weil darüber hinaus nichts angenommen wird. Als Massstab bleibt: Wer eine Siegerwette ein Jahr vor dem Finale setzt, hat sein Geld bis zum Sommer 2028 bei Swisslos liegen und keinen Anspruch auf einen vorzeitigen Ausstieg.
Loterie Romande Jouez Sport: Der Anbieter für kleine Einsätze
Jouez Sport kennt nur eine Online-Registrierung für in der Westschweiz Wohnhafte. Die unteren Grenzen sind höher als bei Sporttip — online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 —, die oberen deutlich tiefer: CHF 500 Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten, CHF 7’500 für ein Multiple.
Das ist kein Nachteil, wenn man den Markt richtig liest. Eine Wette auf den Turniersieger mit einem Einsatz von CHF 500 an einer Quote im zweistelligen Bereich ist eine Position, die man nicht einfach korrigiert. Die Obergrenze von CHF 500 begrenzt genau dieses Risiko, und wer mit kleinen Beträgen spielen will, findet hier dieselbe Auswahl bei einer Mindestgrenze von CHF 2.
Der Kombibetrieb ist bei 10 Voraussagen gedeckelt, und die Gesamtquote darf 100’000 nicht übersteigen. Wer eine Kombination aus vielen Langzeitwetten baut, wird von dieser Grenze selten berührt, aber sie ist vorhanden.
Rollbit: Unbekannter Lizenzstatus, keine Schweizer Aufsicht
Rollbit wird hier nicht als Schweizer Anbieter genannt. Es gibt keine Bewilligung nach BGS, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsichtsinstanz und keinen Schweizer Rechtsweg. Die Domains können auf die Sperrliste kommen und dann per DNS blockiert werden.
Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert; eine ausländische Bewilligung entfaltet in der Schweiz keine Wirkung. Alles, was die Marke anbietet — von der Kontoeröffnung über Zahlungsarten bis zu den Auszahlungsfristen —, geschieht nach eigenen Bedingungen und ausserhalb des Schweizer Rahmens, der für Gewinne, Guthaben und Beschwerden gilt.
Wer diese Marke nutzt, sollte den Kontostand nicht als Guthaben im Sinne eines Schweizer Spielerkontos betrachten: Es gibt keine Stelle in der Schweiz, die für dessen Auszahlung zuständig wäre.
Bruce Bet: Kein Schweizer Zugang, keine Schweizer Sperrliste-Verbindung
Bruce Bet ist ebenfalls ohne Schweizer Bewilligung. Verbindungen zum Schweizer Sperrregister, ein Schweizer Rechtsschutz und ein Schweizer Ansprechpartner für die Kontoabwicklung bestehen nicht. Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert.
Ein Schweizer Wettender kann sich bei solchen Anbietern registrieren. Was fehlt, sind die Strukturen, die den Schweizer Markt ausmachen: Verlustlimiten, die vor dem ersten Einsatz gesetzt werden müssen, sowie die Möglichkeit der Spielsperre, die dann in einem schweizerischen Register eingetragen wird. Solche Instrumente gibt es bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung nicht in dieser Form.
BetLabel: Ablaufzeit unbekannt, Schweizer Rahmen fehlt
BetLabel reiht sich in dieselbe Kategorie ein: keine Schweizer Bewilligung, kein Zugang zum Sperrregister, keine Schweizer Aufsicht und kein Schweizer Rechtsweg. Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert. Die Domains sind für die Sperrliste vorgesehen.
Eine Bewilligung nach dem Recht eines anderen Staates regelt in der Schweiz nichts. Wer sich auf sie verlässt, verlässt sich auf Regeln, die nicht in seinem Land durchsetzbar sind.
Betscore: Massgebliche Rechtslage im Ausland
Betscore steht in derselben Kategorie. Die Schweizer Aufsicht erstreckt sich nicht auf den Anbieter, und der Anbieter unterliegt keiner der Pflichten, die das BGS den bewilligten Veranstaltern auferlegt. Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert.

Was für Schweizer Wettende bleibt, sind die eigenen Bedingungen des Anbieters. Deren Durchsetzung ist Sache des Anbieters, nicht einer Schweizer Behörde. Das ist der eine Satz, um den es bei diesem Punkt geht.
Betovo: Ohne Bewilligung, ohne Schweizer Rechtsschutz
Betovo fällt in die Kategorie ohne Schweizer Bewilligung und ohne Anbindung an die Schweizer Aufsichtsstrukturen. Ein Schweizer Rechtsschutz bei Streitigkeiten fehlt, und die Möglichkeit der Domain-Sperre besteht. Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert.
Die Auszahlungen erfolgen ausserhalb der Regeln, die Art. 50 Abs. 2 VGS für bewilligte Schweizer Veranstalter aufstellt. Dort gilt: nur auf ein Konto auf den Namen des Kontoinhabers.
ZotaBet: Bekanntheit ist kein Kriterium
ZotaBet gehört zur Gruppe der Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Aufsicht der Gespa erfasst sie nicht, das Sperrregister gilt für sie nur in der Form, dass ihre Domains darauf stehen können, und Schweizer Rechtsschutz besteht nicht. Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert.
Bekanntheit in einem Markt ist kein Bewilligungskriterium. Massgeblich ist allein, ob eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach BGS vorliegt — und das ist bei dieser Marke nicht der Fall.
N1 Bet: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Schweizer Registereintrag
N1 Bet steht in derselben Gruppe. Keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Sperrregister, keine Schweizer Schiedsstelle, keine Schweizer Aufsicht. Die Möglichkeit der Blockade besteht. Der gemeldete Lizenzstatus ist nicht etabliert.
Für Schweizer Wettende bedeutet das: Die Instrumente des Schweizer Spielerschutzes wirken hier nicht, und die Steuerfolgen können anders sein als bei einer Wette bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter.
AmunRa: Zwei Rechtsrahmen, zwei Qualitätsbegriffe
AmunRa ist eine Marke ohne Schweizer Bewilligung. Ihre Bedingungen unterliegen nicht dem Schweizer Rahmen, die Gespa beaufsichtigt sie nicht, und die Domains können blockiert werden.
Das ist die Grenze, an der ein Vergleich zwischen Schweizer und ausländischen Anbietern auseinanderfällt. Es gibt zwei unterschiedliche Rechtsrahmen mit unterschiedlichen Schutzstandards, und ein direkter Preisvergleich sagt nichts über diesen Unterschied aus. Die Bewertung hängt vom Ziel ab: Für einen Wettenden, der in der Schweiz Rechtsschutz, ein Verlustlimit und ein Sperrregister haben will, ist der ausländische Anbieter keine Alternative. Wer die grösstmögliche Auswahl an Märkten sucht, findet sie möglicherweise nur ausserhalb — und trägt dann das Risiko, das daraus folgt.
Verlustlimiten und Spielsperre
Verlustlimiten sind in der Schweiz nicht freiwillig. Wer erstmals an einer Sporttip-Teilnahme teilnimmt, muss Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite beträgt CHF 9’999, für Personen unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Der Drei-Tage-Aufschub für eine Erhöhung ist die wirksamste Einzelregel im Schweizer Spielerschutz. Er nimmt dem Impuls die Wirkung. Wer in einer schlechten Nacht seine Limite verdoppeln will, kann das nicht in derselben Nacht; er muss drei Tage warten, und in diesen drei Tagen ändert sich der Entschluss häufig. Das Gesetz sieht nach Art. 87 VGS eine Erhöhung nach 24 Stunden vor. Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren eigenen Bedingungen 72 Stunden an, also mehr als das Gesetz verlangt. Ein staatlich festgesetzter Einzahlungsdeckel existiert in der Schweiz nicht — die Limiten setzen die Spielenden selbst, der Veranstalter muss nur verlangen, dass sie gesetzt werden.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der eine Punkt, an dem der Schweizer Rahmen mehr leistet als die meisten ausländischen: Eine Sperre in einem Casino wirkt in einem anderen, weil das Register landesweit geführt wird.
Nach Art. 89 VGS muss eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten angeboten werden. Eine freiwillige Sperre kann nach Art. 84 VGS erst nach drei Monaten aufgehoben werden und nur unter Beteiligung einer Fachstelle. Gesperrte oder minderjährige Personen haben nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.
Die praktische Kehrseite dieser Regelungen ist, dass bei einem Online-Anbieter Kontrolle stattfindet. Bei Swisslos wird die Identität anhand eines hochgeladenen Ausweises festgestellt und gegen Adress-Datenbanken geprüft, ein Konto pro Person. Wer die Anonymität sucht, wird im bewilligten Schweizer Sportwettenmarkt nicht fündig.
Ein weiterer Punkt, der selten erwähnt wird: Die Gespa führt Testkäufe durch. Bei Testkäufen an Verkaufsstellen im Jahr 2025 wurde in 47,5 Prozent von 200 Fällen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Jugendschutz an der Verkaufsstelle ist also nicht so streng, wie die Regeln es nahelegen. Wer sich auf die Kontrolle durch Verkaufsstellen verlässt, verlässt sich auf wenig.
Steuern auf einen Turniergewinn
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen — die ESTV nennt Sportwetten ausdrücklich — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Der Bundesfreibetrag liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Der kantonale Freibetrag weicht davon ab, weshalb die Angabe nur «je nach Kanton» lauten kann und nicht eine einzelne kantonale Zahl.
Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein. Der Gewinn wird in der Steuererklärung deklariert, und die Steuer wird dabei zurückgeholt. Diese 35 Prozent sind also keine endgültige Steuer, sondern eine Sicherung — aber nur, wenn der Gewinn in der Steuererklärung erscheint. Wer einen Grossgewinn nicht deklariert, weil er die Verrechnungssteuer für die Steuer hält, macht aus einer Sicherung ein Problem.
Für die allermeisten Wettenden ändert das nichts. Wer CHF 100 auf eine Quote von 6.00 setzt und CHF 600 zurückbekommt, liegt weit unter dem Freibetrag, zahlt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer. Das Steuerthema ist für Siegerwetten auf ein Turnier praktisch erst dann relevant, wenn der Einsatz sehr hoch ist oder eine Kombination tatsächlich aufgeht.
Der Unterschied zu einem ausländischen Anbieter liegt nicht in der Verrechnungssteuer, denn eine Schweizer Verrechnungssteuer auf einen Gewinn bei einem ausländischen Anbieter gibt es nicht. Er liegt bei den Kantonen. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als volles Einkommen, unabhängig von der Höhe des Betrags. Ob andere Kantone es gleich halten, ist eine Frage an die kantonale Steuerverwaltung. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung grössere Beträge gewinnt, sollte das vorher klären und nicht danach.
Was es in der Schweiz nicht gibt, ist eine Wettsteuer auf den Einsatz. Sie wird gelegentlich behauptet, sie existiert nicht. Alle Steuerangaben hier sind allgemeine Informationen; für den konkreten Fall hilft nur die Steuerberatung oder die kantonale Steuerverwaltung.
Häufig gestellte Fragen
Wie werden Siegerquoten für die Europameisterschaft berechnet, und was bedeutet die Marge darin?
Der Veranstalter schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs und rechnet sie in Quoten um, von denen er einen Aufschlag einbehält. Bei einem Zweiwegemarkt zu je 1.90 ergibt 1/1.90 + 1/1.90 rund 1’053 — der Quotenschlüssel liegt damit bei etwa 95 Prozent und die Marge bei ungefähr 5 Prozent. Bei einem Turnierfeld mit über zwanzig Ausgängen fällt sie je nach Anbieter und Zeitpunkt anders aus.
Wann findet die nächste Europameisterschaft statt, und welche Ausgabe wurde zuletzt gespielt?
Die nächste Ausgabe läuft vom 9. Juni bis 9. Juli 2028 bei 24 Nationen in England, Schottland, Wales und Irland; Eröffnungsspiel in Cardiff, Finale im Wembley-Stadion. Die letzte Ausgabe war die Europameisterschaft 2024 in Deutschland, die Spanien am 14. Juli 2024 mit 2:1 gegen England gewann. In diesem Jahr findet keine Europameisterschaft statt.
Bieten Sporttip und Jouez Sport Wetten auf den Europameister an, und was regelt die Gespa-Liste?
Beide verfügen über eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz unter Aufsicht der Gespa. Was sie anbieten dürfen, steht in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten nach Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Nicht aufgeführte Wettbewerbe und Wettarten sind für beide gesperrt. Ob der Titelmarkt angeboten wird, zeigt das jeweilige Wettprogramm.
Wie lässt sich aus einer Quote wie 6.00 die implizite Wahrscheinlichkeit ablesen?
Die Rechnung ist 1 geteilt durch die Quote, also 1/6.00 — rund 16,7 Prozent. Diese Zahl schätzt die Wahrscheinlichkeit bewusst zu hoch ein, weil in der Quote die Marge steckt. Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Teilnehmer eines Turniers, kommt man auf deutlich mehr als 100 Prozent. Der Überschuss ist der Anteil des Veranstalters.
Wie lange bleibt ein Einsatz auf den Turniersieger gebunden, und kann er vorzeitig ausbezahlt werden?
Eine Siegerwette auf die Europameisterschaft 2028 bindet den Einsatz bis zum Finale am 9. Juli 2028. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Wie wird ein Gewinn besteuert — gilt der Steuerfreibetrag überall gleich oder je nach Kanton?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn steuerfrei; ab dem 1. Januar 2026 liegt der Bundesfreibetrag bei CHF 1’071’000 und die kantonalen Werte weichen davon ab. Darüber behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgeholt wird. Bei ausländischen Anbietern kann die kantonale Praxis ganz anders ausfallen.
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Inhalt erstellt vom Team «anbietervergleichch.com»
